Es ist mal wieder soweit. Das Thema Nachhilfe bekommt seine jährliche Portion Aufmerksamkeit. Ende Januar wurde eine Studie zum Thema Kosten für Nachhilfe veröffentlicht, die von Bildungsforschern im Auftrag der Bertelsmann Stiftung erarbeitet wurde. Inhaltlich liefert die Studie Daten zur Kostenstruktur in den einzelnen Bundesländern und zeigt den unveränderten Trend, dass Nachhilfe verstärkt in den alten Bundesländern in Anspruch genommen wird. Dabei sind Baden Würtemberg, Hamburg und das Saarland die Spitzenreiter in Sachen Nachhilfe während in Mecklenburg Vorpommern und Sachsen Anhalt weitaus weniger in außerschulische Nachhilfe investiert wird. Die Nachhilfe Kosten belaufen sich bundesweit auf 942 bis 1.468 Mio. Euro jährlich bei rund 1,1 Mio Schülerinnen und Schülern pro Jahr. Im Rahmen dieser Kostenaufstellung wäre es sicherlich interessant gewesen zu hinterfragen, warum Nachhilfe überhaupt so teuer sein muss. Gerade die viel zitierten etablierten Nachhilfeinstitute sind es nämlich, die die Kostenschraube mit Laufzeitverträgen gewaltig nach oben drehen und monatliche Kosten von 130-150 EUR verursachen, die für viele Haushalte kaum erschwinglich sind.
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2009
Frühförderung oder verlorene Jugend?Posted by: nachhilfe in Allgemein, tags: FrühförderungIch habe bereits des Öfteren darauf hingewiesen, dass die private Bildungsoffensive immer früher beginnt. In der Grundschule ist Nachhilfe inzwischen völlig normal geworden, aber nun sind es auch die Kleinkinder, die schon im jüngsten Alter nicht nur Kitas unsicher machen sondern auch in privaten Lerneinrichtungen auf die Fremdsprachen eingeschworen werden, die in den nächsten Jahren an der Schule zum Unterricht gehören werden. Einen Videobeitrag zum Thema “Kinder Tuning” gibt es beim Spiegel. Da fragt man sich unweigerlich wo das alles hinführen wird? Es ist natürlich von enormer Bedeutung Kinder frühzeitig zu fördern, Möglichkeiten zu bieten, Wissen zu vermitteln und Talente zu lokalisieren und entsprechend zu fördern. Allerdings scheint es manchmal so als würden die Kinder dank bilinguler Kita und Kursen am Nachmittag das unbeschwerte Kindsein unterwegs verloren haben. Groß ist die Angst der Eltern nicht rechtzeitig mit der Früherziehung begonnen zu haben. Am Besten sollte das Kind schon vor dem Eintritt ins Schulalter mindestens zwei Fremdsprachen fließend in Wort und Schrift beherrschen, damit es ja keine bösen Überraschungen auf dem ersten Zeugnis gibt. Durch das stetig wachsende Angebot auf dem privaten Bildungssektor wird es Eltern immer leichter gemacht einen ersten Zugang zu finden. Wie die Mutter in dem Video Beitrag, werden sich somit auch viele andere Eltern fragen, warum sie das vorhandene Angebot nicht auch nutzen sollten. Im Grunde ist auch dieser Schachzug nur ein weiterer Hilfeschrei verunsicherter Eltern, deren schwindendes Vertrauen in die staatliche Schulbildung weiter zunehmen wird. In der gestrigen Maybritt Illner Talkshow mit dem Thema “Eltern in Pisa Panik – Gute Bildung nur noch für Reiche?” diskutierte die Gastgeberin mit dem Minister für Generation, Familie, Frauen und Integration Armin Laschet von der CDU aus NRW, dem Präsident des deutschen Lehrerverbandes Josef Kraus, dem Bezirksbürgermeister aus Berlin-Neukölln Heinz Buschkowsky, Schauspielerin Sabine Postel, dem 16 jährigen Fachoberschüler und Hauptschulabsolventen Emre Ulukök sowie Enja Riegel, die ehemalige Schulleitern der Helene-Lange Schule aus Wiesbaden, die mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet wurde und 2008 eine eigene Privatschule eröffnet hat. In dieser gut zusammengestellten Talkrunde wurden einleitend Daten vom statistischen Bundesamt vorgelegt, wonach 33,39% neue Privatschulen zwischen 1999 und 2007 eröffnet wurden und laut einer Umfrage des Magazins Der Spiegel 79% der Eltern bereit wären für besseren Unterricht und bessere Lehrer zu bezahlen? Für das staatliche Schulsystem sind das ernüchternde Zahlen, die den Finger in die seit Jahren klaffende Wunde legen. Natürlich wurde auch die Milliarde Euro erwähnt, die Eltern jährlich in Deutschland für Nachhilfe ausgeben. Ein weiteres Indiz dafür, das Eltern mit privater Bildung die Missstände des Schulsystems ausgleichen und das Heft selbst in die Hand nehmen. Besonders erschreckend ist auch nach wie vor die Situation an den Hautschulen. Selbst Hauptschüler, die einen guten Abschluss gemacht haben besitzen kaum berufliche Perspektiven und werden ohne weiterführende Bildungsmaßnahmen in der Gesellschaft nur selten akzeptiert. Das wissen die Eltern genau und es dauert nicht lange bis die Umzugsmeldungen in der Schule eintreffen, denn immer mehr Eltern verlagern den Wohnsitz in andere Bezirke, um ihren Kindern mit einer besseren Schule mehr Perspektive zu ermöglichen. Sei es Grundschule oder Hauptschule, die Devise heißt für viele Eltern “Raus aus den sozialen Brennpunkten” und wer möchte ihnen das verübeln. Die vollständige Sendung mit allen Informationen können Sie übrigens in der ZDF Mediathek ansehen. Für viele Eltern, die Nachhilfe für ihre Schulkinder in Anspruch nehmen stellt sich unweigerlich die Frage auf welchen Zeitraum diese angelegt sein sollen. Experten kalkulieren einen Zeitraum von sechs Monaten, da Nachhilfe nicht zu einer Dauerlösung mutieren sollte. Ziel ist die kurzfristige Hilfestellung, um dem Schüler ein eigenständiges Arbeiten wieder zu ermöglichen. Laut der FiBS Studie von Anfang 2008 sieht die Realität allerdings anders aus. Nachhilfe wird meist über einen längeren Zeitraum genutzt, gemeint sind 12 Monate und mehr. Diese Erkenntnis spiegelt eine Tendenz wider, die auf Querschnittsuntersuchung beruht. Zu einem ähnlichen Ergebnis gelangt übrigens auch das Bildungsbarometer 2009. Das wirft die Frage auf, warum Nachhilfe in der Praxis doch eher über längere Zeiträume genutzt wird. Im folgenden möchte ich Ihnen einige Gründe nennen, die zu diesem Umstand beitragen könnten:
Es gibt sicherlich noch weitere Gründe, daher besteht auch keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Die genannten Punkte sollen als Denkanstöße verstanden werden, um die offensichtlichsten Gründe leichter zu erkennen und entsprechend zu handeln. Wichtig ist die Erkenntnis, dass Nachhilfe dem Schüler auch wirklich helfen soll. Dies ist nur gegeben, wenn der Schüler selbständig bleibt und nicht von einem Teufelskreis in den nächsten gerät. Eine langfristige Inanspruchnahme von Nachhilfe stärkt keinesfalls das Selbstbewustsein des Schülers, sondern wird ihn immer wieder daran erinnern, dass er alleine zu diesen Leistungen wohl nicht fähig wäre.
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09
2009
Mehr Lernmotivation in der Schule durch klare PerspektivenPosted by: nachhilfe in Studium, tags: studienberatung, studienwahlSpätestens beim Wechsel in die Oberstufe fangen Eltern, Lehrer, Freunde und schließlich auch der eigene Kopf an zu fragen: „Wie geht es nach dem Abitur weiter?”. Da bringt zusätzlichen Stress in der Oberstufe, denn neben dem Prüfungsstoff plagen Fragen wie: Welches Studienfach soll ich wählen? Welche Studienform ist die richtige für mich? Wie bewerbe ich mich richtig? Gibt es einen Numerus Clausus? Was erwartet mich an der Uni? Und was kommt eigentlich danach? „Wir haben in Deutschland ein sehr umfangreiches Studienangebot, das fast für jeden das richtige Studium bietet – man muss es nur finden!” sagte mir Patrick Murray, Geschäftsführer der privaten Berliner Studienberatung planZ im persönlichen Gespräch vor einigen Tagen. „Wer die Studienwahl rechtzeitig und zielgerichtet angeht, spart sich eine Menge Stress in den beiden Abschlussjahren und lernt in der Regel motivierter und selbständiger für die Prüfungen.” Bei über 8000 Studiengängen den richtigen zu finden überfordert viele. Wer bei der Auswahl seines Studiums nicht auf kompetente Hilfe verzichten möchte, muss also zuerst eine geeignete Beratungsstelle finden. Und das ist heute gar nicht mehr so einfach. Eltern und Freunde können zwar einfühlsame Berater sein, sie kennen sich aber in der heutigen dynamischen Hochschullandschaft oftmals nicht mehr aus. Die Berufsberatung der Arbeitsagenturen bietet zwar kostenlose, kompetente Beratung, gut die Hälfte der Beratenen ist jedoch unzufrieden mit der Beratung. Mehr dazu im Beitrag “Berater müssen nachsitzen” in der Ausgabe 10/2007 der Stiftung Warentest. Auch die Studienberatung der Hochschulen bietet eine Vielzahl kostenloser Angebote, jedoch kennen die Studienberater in der Regel nur die Studiengänge der eigenen Hochschule. Schließlich bieten heute auch private Beratungsstellen professionelle und kundenorientierte Studienberatung an. Eine seriöse Beratung kostet über 1000,- €, vgl. Studienberatung Premium. Für Ratsuchende empfiehlt es sich zunächst die kostenlosen Angebote wahrzunehmen. Besonders hilfreich sind auch die Beratungsstellen der Hochschulen. Bei den Anlaufstellen ist es jedoch für das Beratungsergebnis entscheidend, wie gut sich die Hilfesuchenden auf das Gespräch vorbereiten. Denn gerade die öffentlichen Beratungsstellen sind oftmals überlaufen, so dass die Berater nicht viel Zeit aufbringen können. Deshalb sollte man sich gut vorbereitet haben und im Beratungsgespräch die wesentlichen Fragen bearbeiten. Wem damit nicht geholfen ist, der sollte unbedingt die privaten Studienberatungen unter die Lupe nehmen. Dabei sollte man jedoch darauf achten, dass die Berater 1. ein Hochschulstudium abgeschlossen haben 2. Umfang, Aufbau und Kosten der Beratung kompetent darstellen 3. versichern, dass keine versteckten Kosten anfallen 4. ein unverbindliches und kostenloses Vorgespräch zur Studienberatung anbieten, in dem man sich einen persönlichen Eindruck verschaffen kann In diesem Bereich gibt es viele verschiedene Ansätze in der Beratung. In der Regel kann man aber davon ausgehen, dass die Beratungsfirmen durchaus seriöse Angebote haben und sehr an der Zufiedenheit ihrer Kunden interessiert sind. Auf der Suche nach einem guten Angebot sollte man verschiedenen Angebot einholen und sorgfältig prüfen. Wer dann noch darauf achtet, dass das Beratungsunternehmen ein gutes Renommee hat kann sicher sein, dass die Investition in die Studienberatung gut angelegt ist. Schließlich sind gerade die priavten Beratungsdienstleister auf zufriedene Kunden angewisen. „Nur wenn wir zufriedene Kunden haben, funktioniert unser Geschäftsmodell”, erklärte Patrick Murray am 5. februar in der Financial Times Deutschland. Bei planZ gibt es übrigens auch drei kostenlose Online-Tests, die auf die Studienplatzwahl einstimmen. Den Hochschultypentest und den Realitätscheck gibt es direkt auf der Startseite, sowie den Fachsimplertest, der in Zusammenarbeit mit Spiegel Online entstand. Obendrein verschickt die Studienberatung einen kostenlosen, informativen Newsletter zu Neuigkeiten aus der Hochschullandschaft, in dem immer wieder neue Studiengänge vorgestellt werden.
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2009
Verschenktes Potential an deutschen SchulenPosted by: nachhilfe in Schule, tags: lernniveau, Schule, underachieverHeute morgen habe im Wissensteil des Tagesspiegels einen sehr interessanten Artikel über Underachiever gelesen. Hierbei handelt es sich um Schüler mit hohem Potential, die nach der Grundschule auf einen Schultyp gewechselt sind, der unterhalb ihres Leistungsniveaus liegt. Laut einer Studie vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und des deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) sind das immerhin 17% der Schüler. Besonders gefährdet sind Schulkinder aus Nichtakademiker Familien, bei denen das Risiko zweieinhalb mal so hoch ist wie bei Akademikerfamilien. Bildungsforscher machen laut des Artikels sowohl Eltern als auch Lehrer als Verursacher aus. Die WZB Forscher hingegen, und jetzt wird es interessant, sprechen sich dafür aus die Entscheidung welche weiterführende Schule besucht werden soll möglichst weit hinauszuzögern, um Ungleichheiten abzubauen. Dieser Ansatz klingt logisch und könnte zum Beispiel bedeuten die vier Jahre dauernde Grundschule abzuschaffen, um Schulkindern eine optimale Vorbereitung auf die weiterführende Schule zu bieten. Die Fähigkeiten und die Leistungsbereichtschaft der Schüler könnte somit genauer erkannt werden, und es bleibt mehr Zeit für eine natürliche Entwicklung. Laut dieser Studie gibt es nämlich auch Schüler, die eine Schule besuchen, deren Anforderungen zu hoch sind und somit ebenfalls nicht dem Leistungsniveau des Schülers entspricht. Auch wenn es eigentlich selbstverständlich ist, so sollten Eltern zu jeder Zeit über den Bildungsstand ihrer Kinder informiert sein. Es gilt einen Dialog zur Schule und zu Lehrern zu pflegen, Fähigkeiten zu erkennen und zu fördern. Es ist wichtig über Schule, Bildung, Wissen und Chancen innerhalb der Familie offen zu sprechen und Kindern zu signalisieren, dass man sie fördert. Es mag sein, dass in Akademikerhaushalten selbstverständlicher über die Schullaufbahn und Bildung diskutiert wird, doch dann sind auch die Schulen gefragt verstärkt einen Dialog zu den Eltern aufzubauen, deren Kinder unterfordert sind und eigentlich mehr Chancen hätten. Es ist schade zu sehen, dass anscheinend viele Eltern das Potential ihrer Kinder überhaupt nicht einschätzen können und somit die Zukunftschancen gewollt oder ungewollt negativ beeinflussen. Die Verkürzung der Schulzeit von neun auf acht Jahre am Gymansium (G8) erhitzt seit Anfang letzten Jahres die Gemüter. Da es bei Aufkommen dieser Thematik das Nachhilfe Weblog noch nicht gab, möchte ich Ihnen heute zwei Berichte zum Thema “Turbo Abitur” vorstellen, die ich aus den Archiven des Webs für Sie zusammengetragen habe. Der erste Beitrag kommt von der ARD und beleuchtet den Alltag von Schulkindern, die teilweise mit 50 Arbeitsstunden pro Woche gesegnet sind. Dank G8 wird jetzt fast rund um die Uhr gebüffelt und selbst ein Gymnasium aus Buckhorn bietet inzwischen kostenpflichtige Nachhilfe an. Reinschauen lohnt sich hier allemal, denn vor allem die Aussagen des Bildungsforschers Klaus Hurrelmann, der von einem Wettlauf um höhere Schulabschlüsse spricht zeigen deutlich welche Motivation Eltern antreibt Ihre Kinder zur Nachhilfe zu bringen. Und auch der Stern hat sich mit dem Turbo Abitur eingehend beschäftigt und deshalb einen Abiturienten einen Tag lang begleitet. Der Bericht schildert dessen straffen Schulalltag und die damit verbundenen Konsequenzen. Freizeit bleibt hier wenig. Zum Abschluss gibt es noch eine aktuelle Mitteilung über die Entwicklung in der G8 Problematik, die erste Erfahrungsberichte und Verbesserungsvorschlägen beeinhaltet. Auch hier ist der internationale Vergleich spektakulär, sind es doch 99% aller Staaten, die in 12 Jahren ihren Schüler die Hochschulreife ermöglichen. Ein Erfolg könnte also auch in Deutschland möglich sein, sofern das Lernpensum angemessen ist und die Schüler dabei nicht auf der Strecke bleiben.
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2009
Nachhilfe schon in der GrundschulePosted by: nachhilfe in Nachhilfe, tags: Eltern, Grundschule, NachhilfeLaut eines aktuellen Berichtes des Portals Der Westen bekommen inzwischen auch immer mehr Grundschüler in Deutschland Nachhilfeunterricht. Grund dafür ist die Verkürzung der Schulzeit (G8) sowie das benötigte Empfehlungsschreiben für die weiterführende Schule. Dass besorgte Eltern den schulischen Werdegang ihrer Kinder nicht mehr der Schule selbst überlassen möchten ist keine Neuigkeit mehr, allerdings sind es nun auch verstärkt Schüler, die bereits durchschnittliche oder gute Noten vorweisen können, die zur Nachhilfe gehen. Man geht derzeit von ca. 40% aus. Lesen Sie hierzu auch meinen Blogbeitrag Nachhilfe zur Erfolgsoptimierung. Dabei wird der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes Josef Kraus zitiert, der für die natürliche Entwicklung der Schüler eine Lanze bricht. Laut seinen Äußerungen fühlen sich Schüler heute als automatisierte Objekte, die zu funktionieren haben. Das ist natürlich bedauerlich. Auf der anderen Seite ist es an der Zeit die Sichtweise der Eltern zu beleuchten. Die Eltern wollen nur das Beste für das eigene Kind werden Sie sagen und so ist es auch. Wer keine Kinder hat kann diese Situation, in der sich Eltern befinden wahrscheinlich kaum nachvollziehen. Schauen wir uns das Elternszenario also genauer an und stellen uns folgende Fragen: 1. Was ist das Beste für mein Kind? Sicherlich wollen alle sorgenden Eltern, dass ihr Kind das Gymnasium besucht und das Abitur mit einer guten Note besteht. Gerne auch ohne Nachhilfe. Es wäre ja auch traurig, wenn die Antwort anders wäre. Nun gibt es die Möglichkeit zu sagen, dass das Abitur nicht benötigt wird, eine Ausbildung nach der Realschule tut es auch. Das wäre aber etwas kurzsichtig. Woher soll ein Kind am Ende der Grundschule wissen, welche berufliche Laufbahn es einmal einschlagen möchte? Es ist also mehr als verständlich, wenn Eltern ihre Kinder auf ein Gymnasium schicken wollen. Die Chance auf einen Ausbildungsplatz steigt übrigens mit Abitur. 2. Benötigt mein Kind überhaupt Nachhilfe? Ich denke Eltern sollten sich hierbei auch etwas auf Ihr Gefühl verlassen. Sicherlich kann man zu allem ewig und drei Tage lang irgendwelche Analysen durchführen und die Kinder noch mehr verunsichern, als sie schon sind. Entscheidend ist aus meiner Sicht ein Blick auf das Gesamtbild. Schüler bei denen es nur in 1-2 Fächern hapert sind in der Regel mit Nachhilfe gut bedient. Sind die Neigungen in den Fächern einfach nicht vorhanden gilt es Interesse zu wecken. Fällt auch das schwierig, sollte wenigstens dafür gesorgt werden in den Bereich “ausreichend” oder besser “befriedigend” zu gelangen. Bei Schülern mit überwiegend schlechten Noten ist es eventuell ratsam eine Klasse zu wiederholen, soweit vorhanden schulinterne Förderkurse zu besuchen oder gezielt mit privater Einzelnachhilfe unterstützend zu wirken. Die Frage ist, ob der Schüler dieses Pensum erfüllen kann und will. Es handelt sich immerhin um Kinder, die das unbeschwerte Kindsein in vielen Fällen gar nicht mehr genießen können. Kinder, deren Zensuren befriedigend oder gut sind, benötigen eigentlich keine Nachhilfe, da wie das Wort schon sagt keine Grund besteht nachzuhelfen. Geht es um den Erwerb von Lernstrategien oder das Vertiefen von Sachverhalten, die in der Schule aus Zeitmangel nicht abgedeckt werden können, so kann Nachhilfe, wenn sie vom Schüler erwünscht wird natürlich überaus positive Effekte erzielen. 3. Welche Ziele sollen mit der Nachhilfe erreicht werden? In erste Linie dient Nachhilfe dazu das Erlernen und Verstehen von Unterrichtsinhalten wieder zu ermöglichen. In der Regel wird Nachhilfe eingesetzt, um Noten zu verbesseren und die Versetzung zu schaffen. Leider reagieren viele Eltern erst sehr spät. 4. Welche Chancen hat mein Kind ohne Abitur? Machen wir uns nichts vor. Das Abitur ist eine Option für eine gesichertere berufliche Zukunft. Das wissen Eltern und deshalb reagieren sie. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind besser, das braucht man nicht zu verschweigen. Welcher Ausbildungsbetrieb will schon einen Lehrling, der nicht richtig lesen, schreiben oder rechnen kann. Das Abitur ist immerhin eine Eintrittskarte für ein Studium an einer Universität, eine verkürzte Ausbildungszeit und zeigt, dass derjenige ein gewisses Maß an Allgemeinbildung besitzt. Ob das Abitur später benötigt wird ist für Eltern am Ende der Grundschule völlig unerheblich. Es geht darum Chancen zu ermöglichen. Ich kenne genug Beispiele von Schülern, die sich zwischen Klasse 5 und 8 einem Winterschlaf ähnlichen Modus befanden und erst im späteren Verlauf des Gymnasiums erwachten, sich rege am Unterricht beteiligten und heute mit gut dotierten Jobs ihre Familie ernähren können. Wären diese Schüler nicht aufs Gymnasium gegangen, würden sie heute z.B. keine Rechtsanwälte oder Ärzte sein. Das bedeutet nicht, dass jemand ohne Abitur seinen Weg nicht gehen kann, aber es vereinfacht in unserer Gesellschaft den Berufsweg entscheidend. Wen wundert es also, dass verunsicherte Eltern, die gerne belächelt werden, weil sie das Beste für ihr Kind wollen in Nachhilfe investieren, um alle Türen für eine bessere Zukunft offen zu halten. Eltern sind heute überdurchschnittlich informiert und haben häufig das Vertrauen in die staatliche Bildung verloren. Eine aktuelle Forsa Umfrage belegt die Skepsis der Eltern. Wer keine Hilfe sieht besorgt sie sich eben selbst. Wem dazu nur einfällt, dass Bildung nichts kosten darf hat Scheuklappen auf. Wäre es Ihr eigenes Kind würden Sie vermutlich auch nicht zögern, denn bis das Schulsystem sinnvoll reformiert ist und schulinterne Fördermöglichkeiten ausreichend zur Verfügung stehen, hat ihr Kind die Grundschule längst verlassen.
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08
2009
Nachhilfe Gezwitscher auf TwitterPosted by: nachhilfe in Twitter, tags: nachhilfe twitter, Twitter
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2009
Warum Eltern schlechte Nachhilfelehrer sind…Posted by: nachhilfe in Nachhilfe, tags: elternnachhilfe, Nachhilfe, nachhilfelehrerDa viele Eltern immer noch selbst versuchen zwischen Tür und Angel als Nachhilfelehrer bei Ihren Kinder zu fungieren, möchte ich an dieser Stelle verdeutlichen wie wenig effizient diese Herangehensweise im Normalfall ist. Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich sagen, dass viele Eltern immer noch glauben selbst in der Lage zu sein ihren Sprösslingen mit Rat und Tat zur Seite stehen zu können, ungeachtet der Tatsache, dass die eigene Schullaufbahn mehrere Jahrzehnte zurückliegt. Nehmen wir also ein Elternpaar um die 40 Jahre zur Veranschaulichung, die ein Kind haben, welches 10 Jahre alt ist und die 5. Klasse einer Grundschule besucht. Das Kind benötigt dringend Nachhilfe. Der Altersunterschied zwischen Eltern und Kind beträgt 30 Jahre und auch für die Eltern ist es 30 Jahre her, dass sie selbst die 5. Klasse besucht haben. Die Schulzeit war eine andere, es gab keine Computer, die Schulpausen verliefen meist friedlich und es war relativ selten der Fall, dass es zu ernsthaften Auseinandersetzungen zwischen Mitschülern kam. Auch damals gab es schlechte Zensuren und auch Nachhilfe, aber Unterrichtsinhalte wurden anders gelehrt und Eltern hatten scheinbar mehr Zeit selbst zu helfen, da die wirtschaftliche Situation entspannter war. Das ist jetzt nur grob umrissen, um Ihnen zu zeigen, dass sich die Zeiten in den letzten 30 Jahren drastisch geändert haben. Wie dem auch sei, da sind sie nun die Eltern um die 40, die allen Ernstes glauben die Gegebenheiten von früher würden heute noch Gültigkeit besitzen. Inzwischen gehen beide Elternteile arbeiten, das Kind kommt aus der Schule, Hausaufgaben müssen erledigt werden, mit seinen Freunden möchte sich das Kind auch gerne treffen, Freizeitaktivitäten wie Sport wollen gepflegt werden und die schlechten Zensuren sind seit Wochen oder vielleicht sogar schon seit Monaten ein Dauerthema in der Familie. Irgendwo zwischen den Hausarbeiten, den Einkäufen im Supermarkt und dem Abendessen soll das Kind dann Versäumtes aufholen bzw. intensiv an der Notenverbesserung arbeiten. Die Atmosphäre ist häufig gereizt und überspannt, den Eltern fehlt in der Regel Ruhe, Zeit und Kraft sowie der nötige emotionale Abstand sich wirklich mit den Schulproblemen ihres Kindes zu beschäftigen. Hinzu kommt, dass viele Eltern den Unterrichtsstoff ihrer Kinder auch überhaupt nicht mehr verstehen, da sie sich kaum noch in die Lage des Schülers hineinversetzen können und die eigene Schulzeit viel zu lange zurückliegt. So sind viele getrieben von übermäßigem Ehrgeiz ohne die eigenen Grenzen des Machbaren zu erkennen. In den ersten Klassen der Grundschule mag die eigene Nachhilfe noch funktionieren, aber je weiter das Ende der Grundschule und der Übergang an eine weiterführende Schule naht, desto schwieriger wird es für Eltern adäquate Nachhilfe leisten zu können. In diesem Zusammenhang kommen die externen Dienstleister ins Spiel, die Nachhilfe auf privater Basis anbieten oder über ein Insitut. Natürlich ist es in wirtschaftlich angespannten Zeiten verständlich Kosten einsparen zu wollen, denn externe Nachhilfe verursacht Kosten. Sie bietet allerdings einige Vorzüge, die Eltern selbst nicht bieten können:
Nachteile gibt es außer dem monatlichen Kostenfaktor nach meinen Erfahrungen keine. Alle Parteien sollten im Idealfall von der externen Nachhilfe profitieren. Der Schüler arbeitet mit einem privaten Nachhilfelehrer besser und deutlich effizienter als mit den Eltern. Die Eltern selbst müssen die Nachhilfe zwar bezahlen, können die Zeit allerdings anderweitig nutzen und müssen nicht länger Nachhilfelehrer spielen. Die emotionale Situation entspannt sich mit den ersten Notenverbesserungen recht schnell. Es sei noch angemerkt, dass Eltern mit der Beauftragung eines externen Nachhilfelehrers nicht aus der Pflicht sind, denn eine Kontrolle sollte dennoch stattfinden und auch ein regelmäßiger Austausch über den Lernfortschritt sowohl mit dem Nachhilfelehrer als auch mit dem eigenen Kind. Dann spricht auch nichts dagegen, dass Eltern Vokabeln abfragen oder die Hausaufgaben soweit möglich kontrollieren. |



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